Konzertreview im Freistil

“… Wer daraufhin noch Gusto auf eine Sättigungsbeilage entwickelt, wird von einem höchst spielfreudigen Trio Wenzl Dnatek beschenkt. Bassist (und Bassukulelist, falls daß so heißt) derhunt, Trommler Didi Kern und Saxofonist Werner Zangerle steigern sich in einen wahren Spielrausch, kümmern sich nicht um Kategorien, lassen allfällige Gattungsbezeichungen lässig hinter sich und bestechen vor allem durch extreme Homogenität. Sowohl auf sanften Soundwiesen als auch in brachialen Noisegebirgen als auch im futuristisch-ländlichen Humptahumpta. Eine geballte Ladung Free-Rock für alle Sinne.”

Andreas Fellinger im Freistil

“hug box” im Falter

“Eine tipptopp Studioproduktion legen Wenzl Dnatek mit “Hug Box” (Listen Closely” vor. Neben Kern spielen Bulbul-buddy Roland Rathmair (Bass) und Werner Zangerle (Saxofon). Fitze-Fatze-Klischees blitzen kurz auf, über weite Strecken liefern die drei aber unerhört dichte Musik mit einer breit gefächerten Ausdruckspalette. Zangerle überrascht mit großer Vehemenz und der virtuo behandelte E-Bass kann sich in seinem Frequenzspektrum hemmungslos austoben. Dieses bislang zu wenig beachtete Trio wird noch für Überraschungen sorgen.”

David Mochida Krispel im Falter

hug box im Freistil

Das Improvisations – Duo Furioso Wenzl Dnatek kennt man ja bereits aus zahlreichen Live-Auftritten, in denen sie ihre enorme Bandbreite und brutale Tightness eindrucksvoll zu Schau zu stellen vermochten. Bass und Schlagzeug fusionieren, geformt aus mehreren hundert Jahren gemeinsamer Bulbul-Schlachten zu einer mächtigen Rhythmus-Artillerie, die den Weg ebnet für das neu dazugekommene Saxofon, das in alle noch übriggebliebenen Ritzen dieses hochdynamischen Klangmassivs eindring und diese dann – je nach Bedarf – entweder mit Erynnien- oder Sirenengesängen versiegelt. Ihr erstes Album hug box muss da natürlich schon in ziemlich riesige Fußstapfen treten beim Versuch, die Intensität einer derartigen Konzerterfahrung auf einen Tonträger zu bannen. Das ist ja beinahe so, wie die pürierte Leibspeise durch einen Strohhalm zu verzehren. Schmeckt ja nicht jedem, muss man sagen – uns aber auf jeden Fall! Impro-Grundlagenforschung vom Feinsten; gesunde Bräune für geschulte Ohren. In diesem Sinne: Seas (Anspieltipp) und go ham (bester Titel).

(Dr. Wul)